Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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verzichtet, dem Kaiſer erklärt: ſie wollten ihn in der Regierung nicht beſchränken, er habe bisher wohl und weiſe regiert. Das hieß jedoch nichts Anderes als die frühere Unbeſtimmtheit zurückführen, wo der Kaiſer nur dann auf Gehorſam der Fürſten und Städte rech⸗ nen konnte— wenn es ihnen beliebte.“

„Leider, leider!“ ſeufzte Dürer.„Wir ſind wieder auf dem alten Punkte angekommen! Erſt wollten die Kurfürſten eine größere Einheit mit Zurückſetzung des Königs und Vorwiegen der ſtändiſchen Macht. Dem widerſetzte ſich der König, die kleineren Reichsſtände, die öffentliche Meinung. Dann wollte der König eine Reform des Reichs mit Vorwiegen der kaiſerlichen Macht— dem widerſetzten ſich die Fürſten— und ſo iſt Deutſchland nur darin wieder einig geworden: Alles beim Alten zu laſſen— das heißt: es iſt un⸗ einig geblieben! Gott möge es beſſern!“

„Hätte es aber der Kaiſer mit dem Volke gehal⸗ ten, das es ſo gern mit ihm halten wollte— die Fürſten hätten ſchon nachgeben müſſen— und die Krämer nicht minder, die ſind ja immer gleich auf der Seite, die für den Handel die günſtigſten Zuſtände herbeiführt, und die können nur aus geordneten Ver⸗ hältniſſen hervorgehen. Schon vor ſieben Jahren 502) als der Bruch zwiſchen Marimilian und den