Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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ſich nicht getraue um ſie zu werben, dazu ermuthigen ſie finde, ein großes Vermögen ſei doch mehr werth als ein Wappenſchild, das nur darum oft vergoldet vorgehalten werde, um zu zeigen, daß auch gar Nichts dahinter ſtecke.

Das war die verwundbarſte Stelle des Schul⸗

theißen er beſaß ein uraltes Wappen, aber nicht viel Vermögen, indeß ſeine erſte wie ſeine zweite Gat⸗ tin bürgerlicher Abkunft waren, aber aus den reich⸗ ſten Geſchlechtern Nürnbergs ſtammten. Bei ſeiner erſten Wahl hatte mehr noch als das Geld das Herz beſtimmt, das glückliche Leben, das er mit Johanna Behaim geführt, hatte ihm über das Opfer hinweg⸗ geholfen, durch dieſe Verbindung ſeinen bisher rein gebliebenen Stammbaum befleckt zu haben, und da es einmal geſchehen, nahm er bei einer zweiten Ehe auch darauf weiter keine Rückſicht, ſondern ließ ſich vor⸗ züglich durch den Reichthum der Ebener zu ſeiner Wahl beſtimmen. Aber das ſich vorgeworfen zu ſehen, brachte ihn zur äußerſten Wuth, welche er bis jetzt ſchon immer nur gewaltſam in ſich niedergehalten. Ich war eher der Vater meiner Töchter, als ich dein Gemal war, rief er aus,und wenn du mich nicht mehr als ſolchen ehren willſt und nur fort und fort den Frieden meines Hauſes mit deiner böſen