Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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ſeine Schweſter hätte dieſer Kampf ein Ende gehabt wie konnte ſie jetzt anders, als mit dem günſtigſten Vorurtheil einer ſolchen entgegenkommen? Mit edlen Freimuth ſagte ſie auch, daß ſie Ulrich kenne, daß ſie ihn geſehen bei ſeiner Arbeit, die ja der Verherrlichung ihres Oheims Martin Behaim gelte, wie in ihrem Hauſe ſelbſt, da ſein hoher Gönner der Schenk von Limburg, Biſchof von Bamberg, anweſend geweſen.

Amanda lächelte, wie von dem Biſchof die Rede war.Ich kenne ihn auch, ſagte ſie, und weiß, daß er keiner Dame etwas abſchlagen kann und es freut mich, wenn er Ulrich's Gönner iſt und dann wußte ſie auch wieder geſchickt das Geſpräch bald auf Kaiſer Maximilian zu lenken, der ihr erſt die Geſchichte ihres Vaters und Bruders erzählt, und nicht undeutlich gab ſie zu verſtehen, daß ſie ſeine Gunſt beſeſſen. Sie zeigte dabei doch ſo viel Hoffart und Eitelkeit, daß ein ſo edles Weſen wie Iſolde ſich unangenehm davon be⸗ rührt fühlen mußte und kein Herz zu ihr faſſen konnte, trotzdem daß ſie Ulrich's Schweſter war.

So war es auch bei ſpäterem Wiederſehen geblie⸗ ben und ſo war es natürlich, daß ſelbſt die Schweſter⸗ liebe Iſolden's zu Anna keine Erklärung in einer ſo

überaus zarten Angelegenheit herbeizuführen vermochte.

N

Indeß war die Schultheißin bei ihrer vorgefaß⸗