Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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II. Ein Zeſtmahl.

Es war ſo wie Erhard geſagt hatte: der Schenk von Limburg hatte im Hauſe des Schultheißen von Weichsdorf zu wohnen gewünſcht, und war gleich aus der Kirche von der Geiſtlichkeit und den Rathsherren dahin geleitet worden.

Daſelbſt war ihm auch das Feſtmahl ausgerichtet worden, und er hatte ausdrücklich verlangt, daß weder die Frau noch die Töchter des Hauſes dabei fehlen dürften. Dies Verlangen hatte Anfangs in der Familie des Schultheißen keine geringe Bewegung hervor⸗ gebracht. Frau Adelgunde ſelbſt fühlte ſich für ihre Perſon ſehr geſchmeichelt davon, aber es verdroß ſie, daß dieſelbe Ehre auch ihren Stieftöchtern zu Theil werden ſollte. Nicht nur mußte ſie fürchten von der geiſtigen wie,körperlichen Anmuth derſelben, wie ſchon

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