Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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XI. Annäherung.

Ulrich harrte auf Iſolde in der Begräbnißcapelle der Behaim in der Lorenzkirche. Seit ein paar Wochen meißelte er dort an der Mauer den Platz paſſend aus, an dem das Denkmal für Martin Behaim angebracht werden ſollte. Er war dabei allein beſchäftigt. Iſolde hatte das anzunehmen geglaubt, da ſie geſtern bei ihrem Kirchgang die angefangene Arbeit geſehen hatte.

Die Sonne hatte heute auch die Novemberwolken beſiegt, durch die bunten Glasfenſter verbreiteten ihre Strahlen ein zauberhaſtes Licht.

Ulrich war mit ſeinen Gedanken nicht ſo in ſeine Arbeit vertieft, wie er es ſonſt zu ſein pflegte. Er war ſich des erſten, durch die Aehnlichkeit erſchütternden Eindruckes wohl bewußt geworden, den Iſolden's Er⸗ ſcheinung auf ihn gemacht, und es war nicht ohne eine gewiſſe Abſichtlichkeit geſchehen, daß er ihr auswich, daß er ſelbſt, wenn er auch noch ſo oft am Hauſe des