Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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reiner aber noch auf moraliſchem Gebiet war die, in der ſie aufgewachſen und von ihrem Vater erhalten wurde. Er war ein habſüchtiger fauler Mann, der ſelbſt nichts thun und doch das Leben genießen wollte— ſo weit er eben genußfähig war— er ſchien uur Organe zum Trinken und Faullenzen zu haben, und Beiden ob⸗ zuliegen erſchien ihm als der Zweck ſeines Daſeins. Die nicht gewöhnliche Schönheit ſeiner Tochter trieb ihn bald, dieſelbe auch dieſem Zwecke dienſtbar zu machen. Er war es ſelbſt, der ſie dem Rath, als der Churfürſt von Sachſen in Rürnberg als Oberrichter des Reichskammergerichtes einzog, zu den dabei ver⸗ anſtalteten Dekorationen zur Verfügung ſtellte Mit einem andern hübſchen Mädchen, das aber von ihr vollſtändig überſtrahlt war, ſchwebte ſie, nur wenig von einem griechiſchen durchſichtigen Gewande ver⸗ hüllt, auf einer Ehrenpforte und hatte da nicht nur das künſtleriſch forſchende Ange des Malers Dürer, ſondern auch die minder reinen Blicke einiger Raths⸗ herren anf ſich gezogen, die ſie ſeitdem mit Geſchenken und zärtlichen Anerbietungen überhäuften, indeß ſie ſelbſt doch verſtand ſie von ſich fern zu halten. Damit war ihr Vater zufrieden, der ſich eine Zeit lang dadurch am beſten ſtund, daß es gewiſſermaßen Mode ward bei der ſchönen Gerhaus ſelbſt ein Fiſchlein zu kaufen