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fragen, was ſie ihm war. Er dachte daran, wie ſie nun eben von ihm gegangen, wie ſie ſchon vorhin und jetzt vertrauensvoll zu ihm geblickt wie zu einem Beſchützer und Freund— was konnte er Anderes wollen als die⸗ ſes Vertrauen verdienen? Den Ritter kannte er nicht, er hielt im Allgemeinen nicht viel von dieſen kriegeri⸗ ſchen Müſſiggängern, die bald dieſer, bald jener Sache dienten, und wenn es keinen Krieg gab, die fried⸗ lichen Bürger bennruhigten, ſei es durch nachbarlichen Uebermuth oder Jagd nach Abenteuern, in der ſie manches argloſe Frauenherz verſtrickten und unglücklich machten.
„Beliebt es Euch einen friedlichen Gang mit mir zu thun?“ ſagte Wolfſtein höflich zu Ulrich,„Ihr hör⸗ tet wie ich an Euch gewieſen ward. Die Kirche iſt doch kein recht paſſender Ort—“
„Da gebe ich Euch vollkommen Recht,“ antwortete der Baubruder,„und bin bereit, Euch zu begleiten, da der Gottesdienſt zu Ende.“
„Verſchmäht Ihr es nicht einen Becher Wein mit mir zu leeren?“ fragte Wolfſtein,„freilich kann ich Euch, da ich aus der Nachbarſchaft bin, in keine eigene Behauſung führen.“
„Ich danke,“ antwortete Ulrich kurz,„ich befuche


