nur einzelne Worte von dem verſtehen können, was die Beiden zuſammen ſprachen, aber das ſah er nun doch, daß Iſolde von der Gegenwart des Ritters be⸗ freit zu ſein wünſchte. Ulrich verließ ſeinen Platz und ging langſam hinter Iſolde vorüber. Der Ritter warf einen ärgerlichen Blick auf ihn und zog ſich zurück. Als ſich Iſolde allein fühlte, dachte ſie, wie wenig ſie gewiß in Anna's Sinne gehandelt. Wolfſtein hatte ſich rechtfertigen, ſie zu ſeiner Vertrauten und Ver— mittlerin machen wollen— und ſie hatte ſich gewei gert ihn anzuhören! Ihr ſelbſt war Wolfſtein voll⸗ kommen gleichgiltig geweſen, nur daß ihre Schweſter ihn liebte, hatte ihr Theilnahme für ihn gegeben; wenn er diefe glücklich machte, ſo ſollte er ihr ſelbſt als Bru⸗ der willkommen ſein. Aber nun war es anders Er war zurückgekehrt, und ſtatt ſein Wort zu halten, nun offen um Anna zu werben, hatte er ſie zu einer heim⸗ lichen Zuſammenkunft verleitet, die zu den widerwär⸗ tigſten Begegnungen und Folgen geführt hatte. Und ſeitdem hatte er ſich wieder nicht um die angebliche Geliebte bekümmert— ſie war krank und er fragte nicht nach ihr, ſie konnte ſterben, um ihn und durch ſeine Schuld— was kümmerte es ihn? Nach einem ſolchen Gedankengang, der täglich wiederkehrte, täglich fuſt ſich ſteigerte, je mehr ſie Anna geiſtig wie körper⸗
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