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fanen und Ihr dünket Euch mehr, was ſollten wir uns um einander kümmern?
Oder lebte dieſe Frage nur in Ulrich's Seele, lag in ihm nur dieſe Deutung für die Blicke der Begeg⸗ nenden und war ihm dieſe Abgeſchloſſenheit nicht mehr ein ſtolzer, heiliger Triumph wie einſt, erſchien ſie ihm wie ein Vorwurf, wie etwas, das die aufgeklärte Menge belächelte?
Da war die Kirche von St. Lorenz erreicht, auf deren Gerüſt er einſt mit Lebensgefahr geſtanden und den Freund gerettet hatte, den blonden Hieronymus, der ihn nachher verleugnet,— da ſtand die Bauhütte noch, in der er gearbeitet, in der er um Anderer willen eine ſchimpfliche Ausſtoßung und dann doch wieder eine feierliche Aufnahme gefunden— das Kreuzige und das Hoſiannah, das faſt noch jeder ausgezeichnete Menſch erlebt, da ſtand auch der Pfarrhof von St. Lorenz mit dem wohlbekannten hochgewölbten Thor und dem kleinen eiſernen Pförtlein— dahin ging er und ſchlug den gewichtigen Klöppel klirrend an ſeine Stütze.
Es dauerte nicht lange, ſo ſprang ſie auf, von oben durch einen Drucker geöffnet; Niemand ließ im Haus⸗ flur ſich ſchen, eine von der Decke herabhängende Lampe erhellte matt den weiten gewölbten Raum. Das war noch die alte bekannte Lampe, das waren die alten be


