Gäßlein, die ſtattlichen Gebäude mit ihren reichen
heitern und geſchäftigen Leben bewegten Gaſſen unb
Verzierungen und kunſtreichen Steinmetzarbeiten be⸗ wundernd, die daran ſtanden! Wie thaten ſich ihm da⸗ mals doch mit den Thoren der ſtolzen Stadt die Thore des Lebens weit auf, wie öffneten ſich ihm damit die Pforten zum Tempel der Kunſt, wie träumte in ihm ihr jugendlicher Jünger von einer einſtigen Hohen⸗ prieſterſchaft! Wie grüßten und jubelten damals im Reichsforſt ihm tauſend Vogelkehlen entgegen, ſangen ein luſtiges„Willkommen!“ und ein ſchmetterndes „Hoſianna!“ Wie gaukelten die Bienen um ſeinen
Pfad, trugen von den Blumen des Maies ſchwer am
goldenen Blütenſtaub in die Zellen— gerade ebenſo arbeitsſam und auf Erwerb bedacht wie die Bürger von Nürnberg, die auch durch alle Zonen ruhelos ſchwärm⸗ ten, um das Köſtlichſte, was ſie fanden, zuſammen zu tragen, es dann zum Schmuck der Heimat aufzu⸗ häufen oder— zu verzehren! Wie duftete damals der Wald von einem köſtlicheren Weihrauch als dem, wel⸗
chen der rückkehrende Kaufmann aus beiden Indien
mit heimbrachte, dem neuen, nicht lange erſt entdeckten Weſten, wie dem alten Oſtindien,— dem Weihrauch des Lenzes! Wie lieblich ſtrahlte das Buchenlaub im zar⸗ teſten Grün, wie feenhaft durchſichtig waren noch die


