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Dem Abt des Benediktinerkloſters, der nicht allein auf die Ausſagen des Rieſen⸗Jacob hin, ſondern gedrängt von der höhern geiſtlichen Behörde, zu deren Ohren das faſt zum Nürnberger Stadtgeſpräch gewordene Ereigniß gekommen war, die Unterſuchung nicht mehr hatte hem⸗ men können— kam dieſe plötzliche Niederſchlagung und Beendigung derſelben ſehr gelegen. Um wie viel mehr nicht dem Propſt Kreß, der ſelbſt mit hinein verwickelt war, und es mehr noch Ulrich's Edelmuth als dem An⸗ ſehen, in dem er ſtand, ſo wie ſeiner Stellung vor der Welt, in der man ihn gern ſchonen wollte, zu danken hatte, daß die Sache nicht bedrohlicher für ihn war, die es aber jeden Tag noch werden konnte! Der Novize Konrad hatte ſich ſelbſt als Ulrich's Nitſchuldiger bekannt, obgleich dieſer Anfangs verſucht hatte ihn als ſolchen zu verläugnen; der ſtille Jüngling wollte um ſo weniger etwas von dieſer Schonung wiſſen, als er nun in Ulrich einen Leidensgefährten in jeder Beziehung erkannte: einen Ausgeſtoßenen, gleich ſich ſelbſt. Er war zwar nicht zum Tode, aber doch zu enger Kerkerhaft im Kloſter verur⸗ theilt, die härter erſchien als der Tod. Dazu kam das ſchreckliche Geſchick ſeiner Mutter Katharina, die er nur noch einmal vor ihrem Tode ſehen durſte, mit dem ſie ihre Miſſethat ſchrecklich zu büßen hatte. Auf Räuber und Mörder erſtreckte ſich der Gnadenakt nicht mit, und ſo


