Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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lin vor ihm rettete derſelbe, der mir jetzt auf dem Wege nach dem Kloſter begegnete, wo Junker Pirkheimer mit mir ſprach, und ich durch ihn die wahrſcheinlich auch jetzt noch von ihm Verfolgte vor ihm warnen ließ. Er hat ſie nicht in ſeine Gewalt bekommen können, und nun ver⸗ ſucht er es durch Verleumdungen, durch ſchnöde Angriffe auf ihre und meine Ehre. Um ihrer Frauenehre Willen habe ich gegen Alle und gegen Euch geſchwiegen, wo ſie es ſchon verletzen könnte, daß ſolch' ein wüſter Geſelle ſie verfolgt und ihr ſelbſt Alles an dieſem Schweigen gelegen zu ſein ſchien, denn ſie hat für mich nie ein Wort des Dankes oder des Vertrauens gehabt es ſchien ihr eben Alles daran gelegen zu ſein, daß ihr Begegniß mit dieſem Menſchen ein Geheimniß bliebe, ja daß es auch von mir ſelbſt vergeſſen würde. Da müßt ihr nun freilich der verleumderiſchen Beredtſamkeit mehr glauben, als meinem rückſichtsvollen Schweigen.

Gerade dieſer Eifer, mit dem Ulrich jetzt ſprach, er⸗ ſchien dem Propſt bedenklich, obwohl er Ulrich's Worten vollkommen glaubte und von dem ihm übrigens unbe⸗ kannten Streitberg gleich durch deſſen Betragen nicht die beſte Meinung hatte, die ſich nun leicht zu einer ſchlechten wandelte. Aber waren dieſe Beiden nicht eben darum Feinde, weil ſie Nebenbuhler? War denn etwas natür⸗ licher, als dies? Der Propſt hatte viel gelebt in der