Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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mir gemeldet, daß ein großer Waarentransport, der für Euch angekommen, einige Stunden von hier, aber noch auf Nürnberger Gebiet, überſallen und geplündert worden iſt. Es ſollen ganz abſonderliche Sachen dabei geweſen ſein, die der Bote gar nicht zu nennen und zu beſchrei⸗ ben wußte.

Um's Himmels Willen! rief Martin,es wird doch nicht mein Reiſegut ſein, dem ich vorangeeilt und deſſen Führer ich an Dich wies?

Eliſabeth ſagte:Mein Bruder Martin mein Ge⸗ mahl die beiden Männer einander vorſtellend.

Das iſt Dein Gatte! fuhr Martin Behaim heraus, der, obwohl er wußte, daß derſelbe zwanzig Jahre älter war als Eliſabeth, und ſchon darum ein un⸗ paſſender Lebensgefährte für ſie, doch wenigſtens die Würde des ältern Mannes, wie er ſelbſt ſie beſaß, aber nicht dieſe Geckenhaſtigkeit, die ſich ſeinem ganzen Aeußern auf⸗ prägte, und dieſe Ausdrucksloſigkeit des Geſichtes, die auf den alltäglichſten Weltmenſchen ſchließen ließ, von ihm erwartet hatte. Er begriff mit einem Blick, daß ſeine Schweſter, die ſonſt ſeine Schülerin geweſen, die er mit Theil hatte nehmen laſſen an ſeinen Studien and an ſeinem Wiſſen, ſo weit dies einem jungen Mädchen mög⸗ lich geweſen, neben dieſem Flachkopf unglücklich ſein mußte. Er reichte dem Schwager die Hand und ſagte:.