Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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und Kinn bedeckte. Die Stirn zeigte einige Runzeln, aber vorherrſchend in der Mitte über der Naſe die tiefe Furche des raſtloſen Denkens. Seine Geſichtsfarbe ſchien von einer tropiſchen Sonne gefärbt zu ſein und erhöhte den blitzenden Glanz ſeiner Angen, die feingebildeten Hände zeigten ſich wettergebräunt und hart.

Georg begrüßte die Schweſter und ſagte:Ich bringe Dir einen Gaſt, Eliſabeth.

Sie verneigte ſich mit edlem Anſtand, aber einem fragenden Blick auf den Bruder, von dem ſie zu erwar⸗ ten ſchien, daß er den Fremden ihr vorſtelle, und ſagte: Waret Ihr ſchon bei meinem Gemahl, oder hab't Ihr ihn nicht daheim gefunden?

Dieſer Beſuch gilt vor Allem Dir und dann erſt ihm, ſagte Georg.

So iſt es! ſagte der Fremde, und ließ ſeine Augen ſo durchdringend und prüfend auf Eliſabeth's An⸗ tlitz und Geſtalt ruhen, daß ſie, unwillig dieſen Blicken ausweichend, fragend zu Georg ſah, als fordere ſie von ihm eine Erklärung oder Schutz gegen einen Fremden.

Dieſer aber ergriff ihre Hand und rief:Erkennt mich Eliſabeth wirklich nicht?

Da ſtieß ſie einen Schrei aus und mit dem Jubel⸗

rufe:Martin, Du biſt's! ſank ſie in ſeine Arme.

Er drückte ſie feſt an ſeine Bruſt und ſagte:Ich

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