Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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wiederkehren würden, die im Winter nur kurze Zeit un⸗ ter ihrem gaſtlichen Dache geweilt: König Ma und Kunz von der Roſen, oder Konrad Coltes? Sie ſuchte jede heſtige Regung in ſich zu unterdrücken; aber ſie fühlte ſich ſeitdem wieder ſo gllein und unverſtanden an der Seite des ungeliebten und ungebildeten Gatten, der für alle höheren Intereſſen des Lebens kein Verſtändniß hatte, und nur aus Eitelkeit den Schein um ſich zu verbreiten ſuchte, als ob Kunſt und Viſſenſchaft in ihm einen Ver⸗ ehrer hätten, während er innerlich ihnen doch ganz fremd blieb.

Aber indem Eliſabeth ſo an die Zugvögel unter den Menſchen dachte und ſelbſt Leid empfand, nicht zu ihnen zu gehören kam plötzlich einer von denſelben zurück, den ſie am wenigſten erwartet hatte.

Ihr Bruder Georg trat bei ihr ein, und mit ihm ein älterer Mann in portugieſiſcher Tracht von ſchwarzem Sammet, mit gelben Puffen von Atlas in den Aermeln ſeines Wammſes, einen runden Hut mit langer ſchwarzer Feder, auf ſeiner Bruſt ein ſchimmerndes Ritterkreuz. Er mochte etwa ſechzig Jahre zählen und war von mittlerer Größe, aber die Straffheit ſeiner Haltung war die eines Jünglings. Sein braunes Haar, das die breitgewölbte vorſpringende Stirn umſpielte, war nur mit wenigen Silberfäden untermiſcht, ebenſo der Bart, der Oberlippe