zu den Verſchönerungen der alten zu machen. Der Adel blickte verächtlich auf dies ſchöne Kunſtſtreben, und wenn König Max in vielen Beziehungen als ritterlicher Held ihren Hoffnungen gerecht war, ſo war ihnen doch ſein Sinn für Kunſt und Wiſſenſchaft eine ſehr überflüſſige Beigabe. Daß er ſelbſt freier Maurer geworden und mit den Baubrüdern als mit Seinesgleichen verkehrte, konnten ſie ihm vollends nicht vergeben. Wäre dies nicht der Fall geweſen, ſo hätten ſie wohl verſuchen mögen, die Ge⸗ noßſ enſchaft freier Maurer, die ſich nach ieten Geſetzen regieren durfte, als eine gemeinſchädliche L Verbindung zu verdächtigen; aber ſo wie die Sachen ſtanden, konnten ſie nur verſuchen, ſich an dem Einzelnen zu rächen.—
„Laßt uns nur machen, ſagte Jacobea und nickte dem Juden zu, da dieſe Frage aufgeworfen ward.„Ich weiß, daß die ſehr ſtreng auf ehrliches Her⸗ kommen und auf ſittenreinen Wandel halten, ſtrenger als Mönche und Geiſtliche, die es damit nicht gar zu genau nehmen— können wir dem blonden Hieronymus und dem Ulrich von Straßburg nachſagen, daß ſie mit Frauen⸗ zimmern zuſammen zu kommen pflegen und daß ſie von zweifelhafter Herkunft ſind, ſo werden ſie mit Schimpf und Schande aus der Genoſſenſchaft verwieſen.“
„Das iſt ein guter Rath!“ ſagte Streitberg;„i hat es ja 3


