Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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Blut über ſie; aber ſie konnte es nicht ändern, daß zu den Vorwürfen ihres Gewiſſens auch der Jammer des Herzens kam, wenn Ulrich das Opfer war. Und ſchon leuchtete die Anklage des Verrathes gegen ſie durch die Worte der Alten hindurch; aber was ſonſt Rachel ſchon in namenloſe Angſt verſetzt hätte vor den Vorwürfen und Strafen der Ihrigen, verſank jetzt vor den Schrecken und der Qual, die ihr die Todesnachricht verurſachte.

Nun, ſo iſt er ihn ja los, ſagte der Jude gleich⸗ gültig;aber wenn Ihr verſteht zu ſchweigen, ſo iſt ja auch weiter Nichts dabei, als daß wir ſind betrogen um den Lohn und haben gemacht ein ſchlechtes Geſchäft, ſtatt daß wir gemeint haben zu machen ein gutes. Wird wohl dem Ritter vergehen ſich hier noch länger umher⸗ zutreiben, wenn er ſieht, daß die feinen Nürnbergerinnen nicht gleich ui ſind zu haben.

Der nen Schimpf auf ſich ſitzen! rief die Alte. Vird ihm kaum Recht ſein, daß der Ulrich von Straßburg ehrlic guf der Landſtraße geſtorben! Dem, der ihm beim Könige den Schimpf bereitet, dem ſchwor er einen noch größern anzuthun; nun iſt er geſtorben, ehe er ihn gebrandmarkt hat, den das wär' uns ge⸗ lungen und wenn auch Alles ſonſt mißlänge.

Sollt' ich nicht meinen, begann der Jude,müßte Euch nicht ſonderlich lieb ſein, wenn man hier in Nürn⸗