Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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Geh' hinein, denn ſie folgt mir auf dem Fuße und wird gleich da ſein.“

„Nun,“ ſagte Rachel,„ich kann ſie auch nicht lei⸗ den, und es hat uns auch noch kein Glück gebracht, daß Ihr Euch mit ihr eingelaſſen.“

„Still, rede nicht von Dingen, die Du nicht ver⸗ ſtehſt; geh' hinein, ſag' ich!“ rief der Jude leiſe aber drohend, und Rachel gehorchte. Sie ging wieder in das zweite große Gemach und ſchloß die Thür hinter ſich, aber ſie dachte nicht daran, wieder an die vorige Arbeit zu gehen, ſondern lehnte ſich lauſchend an die Thür, um kein Wort von dem zu verlieren, was die alte Jacobea drinnen mit ihrem Vater ſprechen würde.

Als dieſe eintrat, rief ſie:„Es iſt Alles verunglückt, und war Alles ſo ſchön gegangen! Alle waren abwe⸗ ſend, mein Sohn wie ſeine Frau und der große Bube, um vor heute nicht wieder zu kommen. Die alte Marthe, die Amme der Frau Scheurlin, kam durch das Pulver, das ich ihr in den Brei gerührt, in einen Zuſtand, daß ſie Nichts von ſich wußte und irre redete; da konnt' ich getroſt den kleinen Buben gegen Abend zur Stadt ſchicken, der Scheurlin melden zu laſſen, daß die Amme in Tod⸗ tesnöthen nach ihr verlange. Wie klug ſich auch die Scheurlin dünken mag, ſie ging glücklich in die Falle und brachte nur einen einzigen Diener mit. Wohl eine