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heran— es waren die ihres Vaters; da brauchte ſie nicht zu öffnen, denn er wußte draußen den verborgenen Win⸗ kel, wo die abgeſchraubte Klinke zu dem Thürſchloß lag, das ohne dieſelbe nur von innen geöffnet werden konnte. Sie hörte ihn danach ſuchen, dabei gewohnte Flüche mur⸗ melnd, endlich öffnete ſich die Thür.
Der Jude Gzechiel war ein Mann von mittlerer Größe, dabei hager und von geſchmeidigem Weſen. Der Typus ſeiner Geſichtszüge war entſchieden orientaliſch, eine große hervorragende Naſe über einem vorſtehenden Mund, den ein grauſchwarzer Vart umwallte. Dürftiger war das Haupthaar, aber die Augenbrauen buſchig, ein liſig lauerndes Augenpaar beſchattend. Er trug einen ſchwarzbraunen, bis auf die Füße reichenden Talar, eine buntſtreifige Schärpe um den Leib und an dem linken Aermel die von dem Nürnberger Rath für Männer wie Frauen iſtaelitiſcher Abkunſt gleicherweiſe vorgeſchriebenen drei gelben Streifen.
Die Furchen ſeiner Stirn erſchienen heute noch ein⸗ mal ſo tief als gewöhnlich und prophezeiten nichts Gu⸗ tes. Da er eintrat, herrſchte er Rachel zu:„Geh' hinein und bleib drinnen bei Deiner Arbeit, aber mache dabei kein Geräuſch, damit nicht merkt die alte Jacobea, daß Jemand drinnen. Sie kann Dich einmal nicht leiden.


