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der vorſpringenden kleinen Steinſitze an der ſchön ge⸗ ſchnörkelten Hausthür, vor der er ſtand, und ſagte:
„Da drinnen im Haus des Rathsherrn Muffel gibt's Treppengeländer anzuſtreichen— da gehört freilich keine Kunſt dazu, noch gibt's etwas dabei zu lernen, aber der Meiſter meint, dergleichen bringe ihm mehr ein als die künſtlichen Gemälde, weshalb er ſolche Arbeit niemals von der Hand weiſt. Seine Knechte aber denken mich zu demüthigen, wenn ſie mich ſo in die Häuſer der Vor⸗ nehmen ſchicken mit gemeiner Arbeit, da ich lieber in der Werkſtatt ſäße und conterfeite. Aber ich denke, es muß Alles geſchehen der Kunſt zu Nutz, und thue es willig. Und nun Gott zum Gruß!“
„Gott zum Gruß, wackerer Jünger der Kunſt!“ ſagte Ulrich;„mir ſei es ein gutes Zeichen, daß gerade ein ſolcher der erſte Nürnberger war, mit dem ich in dieſer edlen Reichsſtadt das erſte Wort gewechſelt, das viele gegeben!“
Ulrich ſchritt über die Brücke und hatte nicht mehr
weit zu gehen, da ſtand er vor der Bauhütte zu
St. Lorenz, über deren Eingang das Wappen der freien
Steinmetzunſt zu Nürnberg prangte: zwei goldene Häm⸗
mer inmitten eines himmelblauen Feldes, zur linken Seite ein Cirkel, zur rechten ein Winkelmaaß. Daneben ragte die prachtvolle Lorenzkirche; die geöffneten Thüren und


