Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Sie uns auch nicht vergeſſen, die Preſſe gehörig für ihn in Bewegung zu ſetzen, denn zuletzt iſt ſie doch die entſcheidende Macht und Niemand erreicht etwas, der

ſie zu ignoriren gedenkt.“—

Der Hofrath wußte wohl, daß er in dieſer Ange⸗ legenheit ſein Ziel erreichte und wer ihn nur irgend fannte, vertraute auch ſeinem Wort, denn er ſprach nie eines aus, das er nicht gewiß war halten zu können. Nie machte er Jemandem unbeſtimmte Hoff⸗ nungen, leere Verſprechungen, noch weniger theilte er An⸗ dern irgend einen eignen Plan mit, an deſſen Ausführung noch Zweifel möglich waren— eben dies war es, was ihm das Vertrauen Aller zuwandte, die mit ihm in irgend eine Berührung kamen.

Er telegraphirte zuerſt an Sigismund, daß es für ihn dringend nothwendig ſei, gleich den folgenden Tag nach der Reſidenz zu kommen; dann eilte er zu Frau von Lindenhof— ſchilderte ihr ſeinen Protege als ein Phäno⸗ men, das man ſich nicht bei Hofe entgehen laſſen dürfe. Von der Kronprinzeſſin wußte er, daß ſie Muſikenthuſia⸗ ſtin war, in's Beſondere für die Violine ſchwärmte, haupt⸗ ſächlich aber einen Ruhm darein ſetzte, junge Talente zu protegiren und überhaupt als Kunſtmäcenin zu gelten. So war es vorausſichtlich, daß ſie auf ſeinen Plan ein⸗ ging und daß dann auf ihren ausdrücklichen Wunſch hin