Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Bewährung eines nicht gewöhnlichen Charakters und einer gewiſſen Genialität auszuzeichnen und ſich damit zugleich auf die Höhe ſeines Standes wie ſeiner Zeit zu ſtellen, beherrſchten ihn viel mehr als andere Intereſſen— ſo waren ſelbſt die der Liebe ihm immer nur nebenſächliche, untergeordnete— darauf durfte ſich ſeine Mutter ver⸗ laſſen.

Sie hatte recht— es war auch in dieſem Augen⸗ blicke noch ſo. Die Diplomatie hatte ihn ganz in ihre Kreife geſponnen und ſein Ehrgeiz trachtete nach nichts Geringerem, als nach dem Portefeuille der auswärtigen Angelegenheiten, wenn auch noch viele Jahre vergehen ſollten, ehe er es erreichen konnte. So, ſich jetzt in Geſchäften vergrabend, antwortete er ſeiner Mutter nur flüchtig, daß er, ſobald es ſeine Zeit erlaube, nach Störm⸗ thal kommen und Editha wiederſehen werde; voraus⸗ beſtimmen laſſe ſich in einer ſolchen Angelegenheit nichts. Doch da ſein Herz vollkommen frei ſei, wie ja das Edi⸗ tha's wohl auch, ſo könne der Wunſch der Mutter ihm auch in dieſem Falle, wie ſchon in ſo manchen anderen, zum Befehle werden— doch mache er vor Allem zur Bedingung, daß man, um Editha's Unbefangenheit nicht zu zerſtören, das Uebereinkommen der Mütter ſtreng vor ihr geheimhalten müſſe; er glaube, ſie ſei zugleich Romantikerin wie Emancipirte genng, um ein Vorur⸗ theil gegen ihn zu bekommen, wenn ſie in ſeinem Wer⸗

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