Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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„Nun dann,“ ſagte Sigismund lächelnd;„hier haben Sie dies ſchätzbare Material zu Ihrer Lebens⸗ geſchichte!“ und legte eines der Bilder vor ihm hin— „wenn es ſein muß, werde ich ſagen, daß ich es, gleichſam als Botenlohn für mich ſelbſt, behalten habe.“

„Ich danke Ihnen;“ antwortete Störmthal mit warmem Händedruck und ſchob das Bild, wie um es in Sicherheit zu bringen, raſch in die Seitentaſche einer Schreibmappe;„auf Ihr Ehrenwort, weiß ich, kann ich mich verlaſſen und ſeien Sie verſichert, daß ich Ihnen mit Allem, was ich habe und vermag, jederzeit zu Dien⸗ ſten ſtehe.“

„Deß bin ich auch ohnedies verſichert,“ antwortete Sigismund,„und wie könnte es anders ſein in die⸗ ſen Tagen, wo Sie mir gleich bei einem erſten uner⸗ warteten Zufammentreffen ſo viel Güte erweiſen?“

„Dies iſt nicht der Rede werth,“ unterbrach ihn Störmthal,„und ich bat Sie ſchon wiederholt davon zu ſchweigen.“

„Sie wollen meiner in Friedleben gedenken,“ ſagte Sigismund;„was könnte mir noch Lieberes geſchehen! Ich weiß, wie ſehr Sie dort von allen Schloßbewohnern geſchätzt werden, wie viel Ihr Urtheil gilt! O Sie werden gar nicht nöthig haben, erſt ein gutes Wort für mich einzulegen, ſchon daß Sie Ihre Geſinnung gegen mich nicht verändern, gereicht mir dort zur Empfehlung.