Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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„Felicitas Ahlhorn?“ rief Störmthal erſtaunt,„iſt dies wirklich der Name? Irren Sie ſich nicht, lieber Ambach?“

„Durchaus nicht,“ antwortete Sigismund Ambach, verwundert über die Aufregung ſeines Gönners;„es iſt die Schweſter meines Freundes, des Schriftſtellers Richard Ahlhorn— dürfte ich nicht bitten,“ fuhr er zu Frau Reichmann gewendet fort,„mir zu erlauben, Fräu⸗ lein Ahlhorn den Brief und eine Bitte ihres Bruders perſönlich zu übergeben?“

Daß Felicitas noch im Nebengemach war und Alles hörte, wußte Frau Reichmann— ſie war nicht ſehr angenehm von Sigismunds Geſuch berührt— aber es wäre doch lächerlich geweſen es abzuſchlagen— als ſie ging, um Felicitas zu rufen, hatte dieſe ſchon die Ant⸗ wort bereit:„Ich bin im Augenblick zu ſehr beſchäftigt, laſſen Sie ſich den Brief geben— ich kann den Herrn Nachmittags ſprechen, wenn er wiederkommt—“ ſie ſagte dies, weil ſie um keinen Preis Störmthal hier begegnen wollte— aber ſchon hatte dieſer, von der ihm immer noch unglaublichen Entdeckung befremdet, daß die ziemlich ſtolze Geheimerathstochter jetzt die Ge⸗ hülfin einer Photographin ſein ſollte, und ſelbſt es un⸗ delicat findend, ſeine Dame aus den Salons der Ari⸗ ſtokratie in ſo veränderter Lage aufzuſuchen, ſich zurück⸗ gezogen und entfernte ſich eben jetzt mit der Bemerkung,