Teil eines Werkes 
21. Band, Eugenia : 3. Theil (1833)
Entstehung
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Ghertuccio ſchwor und der Erzähler fuhr fort: Wir haben hier auf Befehl des hochwürd⸗ igſten und heiligen Patriarchen eine große Sum⸗ me Geldes vergraben, die wir jedoch nicht ſicher genug halten, und deßhalb anderwärts verbergen wollen vor den gierigen Händen der Ungläubi⸗ gen, damit die heilige Kirche nicht eines ihrer letzten Mittel beraubt werde. Wollt Ihr nun als ein frommer Chriſt uns die ſchwere Laſt aus der Erde ziehen und an dem andern Orte unterbringen helfen, ſo werdet Ihr Euch Gottes und des Patriarchen Dank verdienen.

Als ſich Ghertuccio ſogleich bereit zu dem verlangten Dienſte finden ließ, den Schatz ſchon als ſein Eigenthum betrachtend, ſetzte Neophytos zurechtweiſend bei: So nehmet einen Spaten und Giagari einen, ſteckt ſie beide zwiſchen die Seiten des Kaſtens und das Erdreich und wuchtet damit, während ich mit einer Hacke an dem Griffe ziehe. So wird die Arbeit leicht werden. Nicht lange dauerte Ghertuccio's ſüße Hoff⸗ nung, die ihm das Geld ſchon als Waare, und dieſe wieder in reichlichen Erlös verwandelt vorſpiegelte, denn indem er noch mit ſein⸗ em Gehilfen bemüht war, Neophytos Anord⸗