nichts zu fürchten, am allerwenigſten Verrath, ſogar an die Türken nicht, im Falle ja Gott uns in ihre gottloſen Hände geben ſollte.
Das iſt ein anmuthiges Wortſpiel, Herr Gher⸗ tuccio, bemerkte Neophytos mit einem ſtechenden Seitenblick auf Giagari: Gott— gottloſen. Schade nur, daß man es nicht ausdehnen kann auf Alles, es müßte eine recht hübſche Wirkung hervorbringen. Z. B. Gieb unſer Leben nicht in die Hände der Lebloſen, könnte man nicht ſagen, ſondern man müßte durchaus ſagen: Gieb unſer Leben nicht in die Hände der Todt⸗ ſchläger.
Ghertuccio, viel zu ſehr mit der Kiſte be⸗ ſchäftigt, welche myſtiſch⸗lockend mit dem Deckel und ſeiner Handhabe aus der friſch gegrabenen Erde guckte, hörte nicht jene Rede des Mönchs, vielweniger bemerkte er das erwiedernde Augen⸗ zwinkern Giagari's, und wurde erſt wieder auf⸗ merkſam, als Neophytos fortfuhr: Da Ihr ein⸗ mal durch Zufall unſer Geheimniß zur Hälfte erfahren habt, ſo erfahret es gegen beſchworenes Stillſchweigen nur gleich ganz, damit wir Ver⸗ trauen zu einander faſſen, was uns jetzt am meiſten Noth thut.


