brauen und Bart waren ſchwarz, unter den erſtern ſchoſſen finſtere brennende Blicke hervor, und der anſcheinenden Gebrechlichkeit ungeachtet, zeigte ſich ſeine Geberde kräftig, ſchroff viel⸗ mehr und krampfhaft, wie im Zuſtande hef⸗ tiger Erregung.
Wahrlich— ſprach eine der vornehmen Matronen auf dem Altane des Großdomeſtikos zu ihren Nachbarinnen— Wahrlich, ſo übler Laune als heute habe ich den Großherzog, meinen Vetter noch niemals geſehen. Das nimmt mich auch nicht Wunder, denn niemand weniger als ihm gefällt die Ankunft dieſes rö⸗ miſchen Prieſters. Zwar begreife ich nicht recht, warum, der Hof, höre ich, empfängt ihn mit Freuden; auch iſt, ſagt man, der Kardinal Iſidor kein ſchwächlicher, immerfort betender Greis, ſondern ein rüſtiger Mann, im Welt⸗ leben und ſogar im Kriege wohlerfahren, und es iſt überdem Zeit, daß ein Mal etwas Neues hierher kommt, denn das Alte fängt an Lang⸗ weile zu machen.—
Kaum hatte ſie ausgeredet, ſo beſtätigte Lukas Notaras, was die Verwandte von ſeiner aufgereizten Stimmung erwähnt, er richtete


