üppig gewuchert, ſo widerſtrebte doch dem jugend⸗ lichen Gemüth der Gedanke an ein Heil, aus dem Untergange ihres Geſchlechtes, ihres Vaterlandes hervorgehend, ja vielleicht, denn alſo ließen die Worte der Schwarzen ſich deuten, mit demſel⸗ ben erkauft. Sie zürnte indeſſen der Afrika⸗ nerin nicht, gewohnt, ſie als ein Organ hö⸗ herer Mächte zu betrachten, von dem Groß⸗ vater auf ſie vererbt, nicht der Anhänglichkeit, welche ſich beſtrebte, für die geliebte Herrin ſelbſt das Ungemach in Glück zu verwandeln, aber doch ſchaute ſie trüben Angeſichts vor ſich hin, unzufrieden und mit ſich ſelbſt im Zwieſpalt, oder vielmehr im Kampfe zwiſchen zwei Em⸗ pfindungen, deren die eine ihr eigen, die an⸗ dere nicht, ohne daß ſie zu unterſcheiden ver⸗ mochte, welche von beiden.
Da rief die Abyſſinierin wiederum: Genug des ernſten und ſpitzfündigen Geſpräches, hei⸗ terer Dinge bedarf meine holde Gebieterin, da⸗ mit wenigſtens freundliche Träume ihren nächt⸗ lichen Schlummer umgaukeln, bis die Zeit kommt, die glänzende Tage heraufführt!—
Und damit begann ſie ein ſüßes ſchmei⸗ chelndes Gekoſe, vermiſcht mit mileſiſchen Mähr⸗
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