Teil eines Werkes 
21. Band, Eugenia : 3. Theil (1833)
Entstehung
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hier und da ſich Mancher allzu frühzeitig be⸗ kleidet. Ich, die ich, Herrin, Dich kenne in dem ganzen Werth, den die Natur Dir ver⸗ liehen in Deiner jetzigen und künftigen Hoheit, mag es nicht dulden, daß man aufſichtend herabſehe oder gar tadelnd.

Solch Weſen erwiederte Irene zaudernd und gleichſam einen beſondern Sinn durch ihre Betonung ausdrückend Solch Weſen ſcheint allerdings hier Mehren eigen zu ſeyn, den Jungen wie den Bejahrtern.

Da verſetzte Mele hierauf halb lächelnd: Dein Volk, edelſte Archontide, iſt hochbejahrt, und ſo mag es denn kommen, daß auch die Jüngern in ihm etwas von der Greiſenart an ſich haben, bekrittelnd der Andern Thun in ihrer Unzufriedenheit mit dem eignen, und wenn irgend Einer etwas von Kraft in ſich verſpürt, mag er ſie doch nur in den uralten Schran⸗ ken handhaben, gleichwie der ſiegreichen Urvä⸗ ter Kriegeslieder man von den ſiegloſen En⸗ keln bewahren ſieht. Das kühne Streben, ein⸗ gezwängt in unüberſteigliche Grenzen, rings um ſich die Unmöglichkeit, ihm widerſtehen zu können, erregt Unzufriedenheit und dieſe den bit⸗