Fenſter, einem tiefen herzdurchſchneidenden Weh⸗ laut gleich, vom abendlichen Winde getragen. Und ihr Blick richtete ſich unwillkürlich dahin, und ſie erbleichte und die Stimme verging ihr, denn es gemahnte ſie, als ſchreite des Athanaſios Phranzes bleicher, gramgebeugter Schatten vor⸗ über auf den wankenden ſtihflüſternden Gipfeln der Bäume.
Eine Weile blieb ſie ſprachlos, dann ſich faſſend, ſagte ſie mit gedämpfter Stimme: Du gehörſt zu meines Großvaters Vermächt⸗ niß, und es ziemet mir, ſein Andenken in Ehren zu halten, zumal hier, wo es ſcheint, als geſchähe dieß nicht von Jedermann. Bleibe denn, wenn Du willſt, gedenke jedoch, es ſei mein Wille, daß Du mir nur dann Rath ertheileſt, wenn ich denſelben von Dir be⸗ gehe.—
Wohl mahlte ſich Freude auf dem Antlitze Leuke's, doch war es nicht die Freude der be⸗ gnadigten Dienerin, auch unvermiſcht war ſie nicht, denn offenbar geſellte ſich derſelben Be⸗ ſorgniß in dem Blicke, welchen die Scheidende im Hinweggehen auf ihre Gebieterin warf.
Aber alsbald ging zum andern Mal die


