Teil eines Werkes 
20. Band, Eugenia : 2. Theil (1833)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

265

ten im Gewühle und im erbitterten Kampfe mit dem furchtbaren Träger der Geißel. Bald je⸗ doch ſah ich nichts mehr als das immer wü⸗ ſtere Gewimmel der Schlacht auf der Erde, und in der Luft der Vögel fortdauernden Streit. Schon ſeit einiger Zeit fühlte ich den Boden unter mir wanken; jetzt that es urplötzlich um mich her einen ſchweren, ungeheuer donnernden Hall, und ich erwachte.

Von langwierigem Sprechen, von den ver⸗ einten Gefühlen der Wehmuth und ahnung⸗ vollen Grauens erſchöpft, ſchwieg Theophano, die Jungfrau blickte mit hochathmender Bruſt vor ſich nieder, und es herrſchte ein minuten⸗ langes Schweigen, welches die Authentopula endlich mit der Frage unterbrach, nicht ohne einige Bitterkeit ausgeſprochen:

Wie bedünkt dieſes Geſicht den Pflegling des Athanaſios Phranzes? Zu welcher Gattung der Träume würde der kundige Greis ihn rechnen, zu den der hörnernen, oder elfenbeinernen Pforte? Bald aber ward die Spannung, welche dieſe Frage erzeugt hatte, durch ſanftere Empfind⸗ ung verdrängt, und ſie ſprach ernſt und mild:

Wahrlich, das innere Gefühl, auch wohl