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Kaum aber hatte die Tochter Manuel's Palaeologos dieſes geſprochen, ſo brach ſie plötz⸗ lich ab und ſtand ſinnend, wie von einer Er⸗ innerung ergriffen, und ihr helles Antlitz um⸗ wölkte ſich wieder, und ſie ſagte ſehr ernſt:
Viel redeſt Du von Geſichten und Träu⸗ men, Irene Phranza, alſo, daß man glau⸗ ben möchte, Deine Jugend habe in dieſen Dingen, zu unenblichem Nachtheile, mehr oder wenigſtens eben ſo viel Unterricht erhalten als in den Lehren unſerer heiligen Religion und in dem Sittengeſetze. Wohl, auch ich habe einen Traum gehabt; als ich Dich jetzt hörte und ſah, ſtieg er empor vor meinem Gedächt⸗ niße, und der Traum betraf Dich.
Lange iſt es her, es war an dem ſie⸗ benten Jahrestage Deiner Geburt; ob Du gleich fern wareſt, hatte ihn das Herz der Mutter doch nicht vergeſſen; da ſah ich Dich ſchlafend in Geſtalt eines Kindes von dieſem Alter auch ſchlummernd auf einer grünen blumi⸗ gen Wieſe, wunderbarer Weiſe jedoch die Füß⸗ lein ausgeſtreckt über ein ganz kleines Gewäſſer, das einem ſilbernen Faden gleich, durch die ho⸗ hen, Dir gleichſam freundlich zunickenden Gras⸗ i. 17


