Teil eines Werkes 
20. Band, Eugenia : 2. Theil (1833)
Entstehung
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noch dünkt er mich ſeltſam und ftemd; dort ſtand ich gleichſam im Mittelpunkte deſſen, was mich umgab, nur um meinetwillen ſchien Al⸗ les vorhanden zu ſeyn; hier, umringt von un⸗ zähligen, ach ſo unzähligen ſich verſchlingenden mir ganz unbekannten Kreiſen, da fühle ich es, daß ich nur Eine bin unter Vielen. Aber — ſetzte ſie etwas feſter hinzu— ich werde mich ſchon gewöhnen und auch ſtolz darauf ſeyn lernen, daß ich eine Bürgerin von Kon⸗ ſtantinopolis bin, der herrlichen Weltſtadt, ſo reich mit Kunſtwerken geſchmückt, der Beherr⸗ ſcherin einer ſo herrlichen Gegend.—

Mit etwas umwölktem Blicke und erſt nach einer Pauſe ſagte Theophano: Du redeſt nur von dem Lebloſen, was Dich umgibt, nur dieß, deuteſt Du an, mag Dich der Heimat befreun⸗ den? Viele Kreiſe umgeben Dich, ſprachſt Du, einem aber gehöreſt Du insbeſondere anz öffnet ſich Dein Herz nicht ſeinem Willkommen?—

Irene ſchlug die Augen nieder und ſchwieg; da fuhr die Tochter Johannes des Erſten fort: Fühleſt Du Dich auch ftemd am Herzen der Mutter?— und bewegt, aber zurückhaltend küßte die Jungfrau ihre dargebotene Hand.