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Gebieterin Einſamkeit im inneren Gemache theilen ſollte.
Theophano drückte die Tochter an ihre Bruſt, und nachdem ſie ihr eine Zeit lang in das bewegte Antlitz geſchauet und in die Au⸗ gen, in welchen ſich Thränen zu ſammeln be⸗ gannen, ſagte ſie ſanft:
Du haſt jetzt die Heimat betreten, Kind, die ſich zum erſten Mal Deinen damals noch ver⸗ ſchloſſenen Augen darſtellt; ſprich, fühleſt Du Dich zufrieden? Sieh, da rollt eine Thräne Deine Wange herab; iſt ſie der Freude ge⸗ weiht oder einer anderen Empfindung?—— Schnell trocknete Irene den verrätheriſchen Tropfen und antwortete mit Faſſung und auf das offene Fenſter zeigend: Wen— durchlauchtige Mut⸗ ter— wen ſollte dieſer Anblick nicht erfreuen, ſo reich, ſo großartig? Wohl war die Ausſicht von des Großvaters Schloſſe auch ſchön auf die zackigen Felſen des Eilandes, auf die grü⸗ nenden Wieſen an ihrem Fuße, auf das weite wallende Meer, das ſie umgürtet; aber ſo ganz anders iſt dieß, ein Schauplatz wimmein⸗ den Lebens, das nach kurzer Ruhe ihn wieder
erfüllen wird mit Aufgang der Sonne, aber


