den noch ſtehen, wenn Gott es will und un⸗ ſer Thun ſich ſeiner Hilfe würdig bezeigt, denn dem Schwachen ſtehet er bei, nicht aber dem Schwächling. O des Greuels der Verwüſtung, des tiefen Wehes, die über das ſchönſte Land der Erde gekommen, alſo, daß ſeine Eingebore⸗ nen Flüchtige ſind, oder als Miethlinge woh⸗ nen; o des ſchmähligen Verfalles alterthüm⸗ lichen Ruhmes, da das Volk, welches einſt ſtolz auf alle Völker herabſah, ſie Barbaren nennend, nun die Kniee beugt vor den rohe⸗ ſten aller Barbaren.
Wohl ehre ich Tapferkeit und Vaterland⸗ liebe— verſetzte Genia: auch mir iſt das rühm⸗ liche Alterthum nicht unbekannt und ich halte es werth. Dennoch habe ich in dem Unter⸗ richte meines Ahns und meines Hiſtorienlehrers wahrgenommen, wie von jeher der Lauf menſch⸗ licher Dinge veränderlich und alle Größe vor⸗ übergehend geweſen, alſo, daß ein Wechſel plötzlich das Neue herbeiführt. Vorüber ſind die Zeiten des römiſchen Glanzes, im Abend⸗ lande ward dem Romulus Auguſtus das Dia⸗ dem vom Haupte geriſſen, das einſt Romulus und Auguſtus getragen, fern ſind ſchon im


