Teil eines Werkes 
19. Band, Eugenia : 1. Theil (1833)
Entstehung
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mit dem fernhin treffenden Geſchoß, und wie die Mutter verſteinerte in hoffnungloſer Be⸗ trübniß. Sieh, gleich ihr ſtand dieſe über⸗ müthig und aufgerichteten Hauptes unter der Schar ihrer Kinder, die Götter verſpottend. Aber der Zorn der Götter erwachte, und der, den ſie über ſie geſtellt, wandte ſich Hilfe wei⸗ gernd von ihr, und Phöbos Apollo, der die Kraft ungezügelten Begehrens darſtellt und die Göttin, die das mächtige Zeichen des Halb⸗ mondes auf dem Scheitel trägt, machten ſich auf gegen die Feindin, und die Kinder derſel⸗ ben fielen unter ihren gewaltigen Streichen. Und vergeblich dringt das Gebet der Mutter durch die Wolken, da beugt der endloſe Jam⸗ mer den Nacken der Stolzen und das Leben ſchwindet hinweg aus ihren Gliedern, zu kal⸗ tem Marmor wird die erſtarrende Geſtalt und ſie trauert, fortan ein todtes Denkmal ver⸗ gangener Zeiten.

Ein Denkmal der Rache ſagte Zoe trau⸗ rig: es freuet mich nicht, hier ſolches zu finden. Haß und Rache ſchreibt zwar der Mythos den Dämonen zu, welche man einſt die Götter des Olympos geheißen, der Olym⸗