ſprach er Hohn, er erhob ſich auch gegen Got⸗ tes Gebote. Dringend lag er den Kaiſer an, die polemiſchen Redeübungen der Geiſtlichkeit zu unterſagen, wenigſtens ihre Hffentlichkeit, denn ſolche machten das Volk irre und zögen es von dem, was ihm noth thät', ab zu dem, wo⸗ von es nichts verſtünde. Auch wollte er, man ſolle einen guten Theil der Lehrer ſcholaſt⸗ iſcher Theologie abſchaffen und die Kathedraen der Rhetorik, Dialektik, Logik, Dogmatik und Exegeſis, und für die erſtern ſich mit tüchtigen und erfahrenen Soldaten verſorgen aus Ungarn oder Polen, deren Unterricht der griechiſchen Jugend jetzt am nothwendigſten ſey, die zwei⸗ ten aber ſolle man in Fechtſäle und Reitbahnen umwandeln. Ja er vermochte ſogar den aller⸗ durchlauchtigſten Johannes zu dem ganz und gar unerhörten Befehl, die jungen Mönche, deren Zahl in der Hauptſtadt ſich wohl auf zehntauſend belief, ſollten ſich im Gebrauche der Waffen üben.
Demnach ſtieg denn der gerechte Widerwile der Geiſtlichkeit gegen Athanaſios Phranzes zu einem ganz außerordentlichen Grade, und der Ausbruch deſſelben wartete nur eines günſtigen


