Man gewahrte bald, daß der Silentiar nicht wie ſonſt auf Frömmigkeit und Gottes⸗ vorehrung im Palaſte wachte, die Controverſen, welche nach alter löblicher Sitte der Pattiarch und die hohe Geiſtlichkeit zu Sankta Sophia hielten, und welchen er ſonſt eifrigſt und un⸗ ausgeſetzt beigewohnt, hatten an ihm einen ſeit⸗ enen Zeugen, und endlich mied er ſie gänzlich. Als das Haupt der wahren Kirche ſolches ge⸗ wahrete, redete es ernſtlich zu Athanaſios, dem Silentiar, ihn vermahnend, wie ſolcher Kalt⸗ ſinn nicht allein ihm, ſondern als ein durch einen Herrn von ſolchem Range gegebenes Bei⸗ ſpiel auch vielen Andern verderblich werden müſſe, und entſetzte ſich nicht wenig, als er die Antwort erhielt, allerdings ſcheine es dem Befragten, als ſeien Glaubensſtreitigkeiten ge⸗ genwärtig nicht an der Zeit, und man thäte veſſer, ſich mit der übrigen Chriſtenheit zu ver⸗ einen als den Bekennern des falſchen Pro⸗ pheten zur Beute zu werden.
Da ergrimmte der eifrige Prieſter im Geiſte und ſprach nachdrückliche und heftige Worte zu Cäſar Auguſtus.
Der Herr Herr hält die Herzen in ſeiner


