Teil eines Werkes 
19. Band, Eugenia : 1. Theil (1833)
Entstehung
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ſchien ein neuer Strahl der Hoffnung aufzu⸗ gehen, denn anmuthig, gebietend und helden⸗ mäßig war die Geſtalt des neuen Auguſtus, glänzend der Auguſta Schönheit, und in Bei⸗ den entſprach das Innere dem Vußern. Bald wollte man auch beruhigende Kunde von Adria⸗ nopolis vernommen haben, Mahomed der Dritte, ſprach das Gerücht, hege hohe Achtung gegen den nachbarlichen Monarchen und habe laut erklärt, derſelbe ſei als Retter des Reichs zu betrachten, denn nie werde er den Thron um⸗ ſtürzen, ſo lange Konſtantinos den Purpur trage.

Leichten Sinnes, unſtät und nur den Au⸗ genblick beachtend, überließ die Bevölkerung der Hauptſtadt ſich der Freude, welche noch höher ſtieg, als ſich zwiſchen der Pforte und dem Purpurpalaſt eine Art gütlicher Verhandlung entſpann.

Konſtantin Palaeologos theilte dieſe Freude nicht, zu bekannt war ihm die Sinnesweiſe des osmaniſchen Herrſchers, zu wohl erinnerte er ſich der Unzuverläſſigkeit und des Nachtheils ähnlicher Verhandlungen, zu denen die Hand zu bieten, die Schwäche ſeiner Vorfahren ſie bewogen, wozu ihre Folge ihn ſelbſt gegenwär⸗

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