Teil eines Werkes 
19. Band, Eugenia : 1. Theil (1833)
Entstehung
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ſollte es geſchehen, wonach ich mich lange ge⸗ ſehnet, wenn gleich nur im Bildniß.

Wer mochte auch hier das Werk der Gei⸗ ſter verkennen, die es aufgeführt mit dem Stolz ihrer Natur, mit der Pracht, die ihnen zu Ge⸗ bot ſtehet, und zugleich in der tollen ungebän⸗ digten Laune ihrer Gemüthsart; wer wollte die Geſtalten verkennen, die ſie hingeſtellt am Ein⸗ gange zu ihrem Aufenthalt, gleich wie der wan⸗ dernde Beſitzer ſeltener und fremdländiſcher Thie⸗

re ihre Bildniſſe an ſeiner Bude, um die Vor⸗

übergehenden zum Eintritte zu locken?! Zwar hatte ich große Neigung zu ſolchem Eintritte, und auch Gelegenheit, wie der geneigte Leſer

alſogleich vernehmen wird, doch war ich des

Legegeldes wegen nicht einig mit mir, und das ſtehet an ſolcher Pforte wohl zu bedenken. Sah man eine dieſer Säulen flüchtig an und mit gewöhnlichem Auge, ſo ſchien ſie nichts als eine ſolche nur ſeltſam und gegen die Re⸗ gel obetirdiſcher Sculptur geformt; that ſich aber der innere Blick auf, wie er mir beſchieden, ſo zeigte ſich ein anderes, und das Licht der Fak⸗ kel auf die Erzeugniſſe der Nacht fallend, rief ſie in's Leben.