Teil eines Werkes 
14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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richtend, bald auf den andern wahrlich, furchtbarer Frevel und Ungemach. Doch habt Ihr keinen Theil an beiden, und ſo gewaͤhre ich Eure Bitte. Verberget in ſtiller Zelle die Schmach Eures Geſchlechtes, Ihr, ſein letzter Sproͤßling, doch nicht in der Zelle des Gra⸗ bes. Fuͤhret den Kniaziewicz Mieczyslaw in das Kloſter der heiligen Dreieinigkeit, die langen Locken fallen unter der Schere der Moönche, und als ihren Genoſſen ſehe ihn noch der heutige Abend. Alſo ſagte er drauf zu Tomek mein getreuer Bote und Fuͤh⸗ rer, Deine Beiſchlaͤferin nenneſt Du dieſes leib⸗

eigene Weib?

Da rief Sophronia mit ſtolzer Heftigkeit: Wohl mag rohe Gewalt der Klugheit Ge⸗

ſpinnſt zerreißen, und in einem Augenblicke

des Gluͤckes Laune den Bau langer Jahre zer⸗ truͤmmern, Deine plumpe Fauſt kann mich zermalmen, doch ſtehe ich ungebeugt vor Dir, die Erhabene vor dem Gemeinen. Ungebeugt ſtehe ich und ſage, Du luͤgſt, nichts habe ich mit dieſem Elenden zu ſchaffen, keine Leib⸗