Teil eines Werkes 
14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Komm, Schweſter!— rief Agnes in hei⸗ ligem Unwillen— folge mir aus der Welt der Ungerechtigkeit, nur am Altare iſt Troſt und Balſam fuͤr ein zertretenes Herz.

Aber Malgorzata antwortete verneinend: Dort iſt die Stelle der Nonne, aber die der Hausfrau iſt hier.— Drauf fuhr ſie mit ſanfter Wuͤrde fort: Ich habe denn den Glauben bei Euch verloren, Herr, ob ich das verſchuldet, iſt Gott bekannt, vor dem mein Herz offen lag und mein Thun. Aber nicht allein vor ihm lag es offen, auch vor den Augen dieſer unbeſcholtenen Jungfrau, vor Eurem Vater, Herr und Gemahl, und dem hochwuͤrdigen Biſchof von Krakow. Und wenn ich eines Zeugniſſes bei Euch bedarf, ſo rufe ich das ihrige auf, denn nächſt Eurer Liebe iſt mir, wie Euch, das Theuerſte die Ehre!

Ich glaube Euch— verſetzte Nikolaus nicht ohne Ruͤhrung— nicht bedarf ich ſolches Zeugniſſes, aber es genuͤgt mir auch nicht. Lange noch wird das Geruͤcht nah und fern wiederhallen, von dem, was geſchehen, von Mund zu Mund der Name des leibeigenen Knechtes ertonen, der nun, Gott verdamme