ſteht es zu, der Aeltern Miſſethat an den Kin⸗ dern zu zuͤchtigen. Wo keine Schuld iſt, ſei auch keine Strafe, nach menſchlichem Geſetz⸗ Aber auch er, der gnaͤdig iſt wie gerecht, hat ſolche Strafe oftmals erlaſſen; greifet ihm denn nicht vor mit uͤbereilter Gewaltthaͤtigkeit, denn eine ſolche iſt die Ermordung der unſchuldigen Kleinen, und auch der Baſtard iſt ein Kind des ewigen Vaters. Menſchliche Gerechtigkeit mag den Leib des Uebertreters verderben, die unſterbliche Seele liegt nicht in ihrem Bereiche. Haͤufet nicht Schmach auf die Haͤupter dieſer ungluͤcklichen Frauen, damit nicht Verzweiflung die heilſame Reue erſticke. Ueberſchreitet nicht die Grenzen der Euch anvertrauten Gewalt, Herr, damit der Koͤnig der Könige nicht Rechen⸗ ſchaft fordere; den Verbrecher ſtrafet, der wiſſent⸗ lich gefrevelt hat an Gott, an der Menſchheit, an Euch; dem, welcher, fehlgetreten, reuig zu⸗ ruͤckkehrt, laſſet Zeit zur Buße, gleich der gottlichen Langmuth; beduͤrfen wir ihrer doch Alle, und auch Ihr, Herr Koͤnig. Der All⸗ mächtige hat den Thron aufgerichtet unter den Volkern der Erde, aber neben ihm den Altar, den ſichtbaren Thron deſſen, der uͤber ſie herrſcht
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14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
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