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13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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der Winternacht gleich, vom Scheine einer

Feuersbrunſt erhellt.

Der Heimkehrende war ein Anderer als der hinauszog gen Kijow, das fuͤhlten die anwe⸗ ſenden polniſchen Herren, obſchon damals die Geſichtkunde keine in Regeln gebrachte Wiſſen⸗ ſchaft war; ſie ſollten bald gewahr werden, daß, wie das Aeußere Boleslaw's, auch ſein Inneres ſich geändert hatte.

Willkommen heißet Ihr uns auf Zemboein? fragte er mit rauhem und bittern Tone den greiſen Severin als ob es deſſen beduͤrfte fuͤr den Koͤnig, wo auch der Fuß deſſelben hintritt in ſeinem Reiche. Ihr heißet uns willkommen; ſind wir es aber auch in dem Hauſe, deſſen Herr, in Verſaͤumniß ſeiner Pflicht, es zur Höhle der Raͤuber werden ließ, dem Richter, der ſein Amt parteiiſch verwaltete, dem Landpfleger, welcher den Aufruhr groß zog in ſeinem Gebiete?

Hierher ſchauet, wackerer und pflichtgetreuer

Kaſtellan von Proſzowice fuhr er fort, auf Olgierd und Olga deutend hier ſtehen Euere wuͤrdigen Schuͤtzlinge, die Strafe wird ihre ſchul⸗ digen Haͤupter nicht zum zweiten Mal verfehlen, und es kann ſeyn, ſie triſſt auch den, deß Unterlaſſen ihn anklagt, wie dieſe ihr Thun.