vergliche?! Füͤrſten werden fortan Dir dienen, nicht leibeigene Knechte und Raͤuber, zum Throne fuͤhrt Dich Dein Weg, immerhin fuͤhre der ſeine ihn zum Schandgeruͤſte des Galgens.
Vergeblich— antwortete Olgierd mit Trotz — vergeblich ſprichſt Du glatte Worte, die Du mir ſo oft ſchon gegeben fuͤr die immer ver⸗ zoͤgerte, immer nur langſame That. Ich will nicht fliehen, ich will bleiben und ſiegen oder ſterben.— Das Letzte waͤre am beßten fuͤr mich, auch kommt es doch dahin, fruͤher oder ſpaͤter, und ich mag einige Tage nicht mit der Qual erkaufen, die ich empfinde.
Du wirſt fliehen— verſetzte ſie feſt— ſobald Du mich gehort. Wiſſe, in dem Au⸗ genblicke, da Deine Mutter zu Dir ſpricht, decken bereits Erde und Raſen die Leichname Boleslaos des Zweiten und ſeines Schwert⸗ traͤgers, Deines Feindes.
Und was habe ich damit zu ſchaffen?— fragte der junge Mann mit ſinſterm Hohn— Meinſt Du, des todten Koönigs Thron warte nur auf den Haͤuptling der Knechte? Ein an⸗ derer Thron iſt ihm beſchieden vom Marſchall, und ich will nicht erwarten, bis die jauchzende


