Teil eines Werkes 
13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Eine Stunde weit von Kijow lenkte der König ſein Roß vom Heerwege ſeitwaͤrts auf einen Huͤgel und ewartete daſelbſt den Rit⸗ tersmann. Als dieſer ſich genaht, ſprach Bo⸗ leslaw zu ihm: Es iſt Zeit, daß wir ſcheiden, mein Warner und Freund, hebet denn das Vi⸗ ſir, welches Euch umſonſt vor mir verhullt. Es thut mir wohl, und moͤgte auch dieſer Stadt frommen, daß das letzte Geſicht, wel⸗ ches ich hier geſehen, das Geſicht eines Ehren⸗ mannes ſei.—

Der Andere that nach dem Geheiß, ſich von den Voruͤberziehenden abkehrend, und ohne Befremden ſchaute der Polenherrſcher des laͤngſt erkannten Mieczyslaw's Zuͤge. Da ſagte er zu ihm: Wir ſind Euch zu großem Dank ver⸗ pflichtet, edler Fuͤrſtenſohn, und, wie uns be⸗ duͤnkt, der Herr von Kijow noch mehr. Möge er ſolches erkennen, das wuͤnſchen wir mehr, als wir es hoffen. Uns aber gebuͤhrt es nicht, Euch ohne ein Pfand koniglicher Huld zu ent⸗ laſſen; begehret denn einen Ritterdank, und er iſt Euch im voraus gewaͤhrt.—

Herr Koͤnig!— ſagte der furſtliche Juͤng⸗ ling— Krieg wird nun wohl ſeyn zwiſchen