ſtaͤndigen Gelingens, der Lohn eines Hofes, wel⸗ cher ſelbſt den eifrigſten Diener nach dem ſchwier⸗ igſten Geſchaͤft gern mit einem purpurbeſetzten Ehrenkleide abzufinden pflegte, oder mit einem hoch- und leertönenden Titel. Am allerun⸗ angenehmſten, ſo erwuͤnſcht er auch fuͤr ſeine Zwecke war, ſchien ihm doch der Auftrag, welchen er ſo eben empfangen. Im kaiſerlichen Palaſte zu Konſtantinopel, wo glatte, höſiſche Sitte längſt alle eigenthuͤmliche Kraft verdraͤngt oder gedaͤmpft hatte, war es gewoͤhnlich und ein Leichtes, eine Schar Heerfuhrer und Sebaſten mit dem Beſcheide heimzuſchicken, Cäſar Augu⸗ ſtus ſei unſichtbar, denn dem Geſetze des Si⸗ lentium gehorſam, entfernten ſich unſtreitig die Abgewieſenen mit der gebuͤhrenden Ehrfurcht. Vielleicht traf es ſich wohl, daß den Morgen darauf dieſe Beſcheidenen den erlittenen Un⸗ glimpf vergalten mit Entthronung, Blendung oder Ermordung des Herrſchers, das war aber dem Boten gleichviel, wurde doch ſeine hoͤfliche Botſchaft hoöflich empfangen. So pflegt die rohe Kunſt der Willkuͤhr, unfaͤhig, das Innere ihrer Geſchoͤpfe nach ihrem Belieben umzuge⸗
Teil eines Werkes
13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


