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es, von deren Hand Dich der Todesſtoß er⸗ wartet, es iſt— Olgierd. Fuͤhleſt Du wohl — fuhr ſie fort— was es heißt, Dein Le⸗ ben unter Olgierd's Streichen aushauchen? Sieh, ſo räch' ich mich— ſagte ſie dann— und ſo nur mag enden, was ſich zwiſchen Severin und Olga begab!—
Unwillkuhrlich tappte des Kranken irrende Hand umher nach dem abweſenden Schwert, und als er's nicht fand, ſtrebte er, ſich auf⸗ zuraffen, um ſich auf die Feindin zu ſtuͤrzen, die Gewalt des Schmerzes aber riß ihn auf das Ruhebett zuruͤck.
Olga ſtand noch einen Augenblick, ſie ſchlug ein lautes Gelächter auf, welches wunderlich ſchrillend an dem Gemäuer des Zimmers wie⸗ derklang, dann ſchritt ſie von dannen.
Draußen begegnete ihr Olgierd athemlos und ergrimmt. Sohn, ſprach ſie zu ihm, die Du ſucheſt wirſt Du nicht finden, Du ſeyeſt denn Herr dieſer Burg und der Umge⸗ gend; drinnen liegt der, dem man bis jetzt


