Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ſich Engel und Menſchen üͤber einen Einzigen von ihnen, denn uͤber neun und neunzig Ge⸗ rechte.

Der junge Mann aber kehrte ſich kalt von ihm hinweg und winkte den Umſtehenden, ihn fort zu fuhren. Begierig draͤngten ſich die Maͤnner des Gebirgs heran, das willkommene Gebot zu vollbringen, aber ſtumm und ent⸗ ſchloſſen umringten die Landleute ſchuͤtzend den Biſchof, ihre nervigten Faͤuſte draͤngten die Begehrlichen zuruͤck und manche Senſe und Radhaue erhob ſich in der Hand manches Befreiten gegen die Befreier. Noch ſtand Stanislaw vor Olgierd und Schmerz, Mit⸗ leid und Abſcheu ſprachen ſich in ſeinen reinen Zuͤgen aus, er hob die zitternden Haͤnde, das Kreuz haltend, gefaltet, hoch empor, dann wandte er ſich raſch und ſtieg den Huͤgelz hin⸗ ab, umgeben von dem Haufen der Eigenen.

Langſam zog er die Straße gen Krakow hinab und ſein Mund ſprach gewichtige Worte zu den Verirrten und je weiter ſie ſchritten, deſto ſtiller ward es um ihn her. Vor den Tho⸗ ren von Krakow war der Zug des Gefange⸗ nen bereits zum Triumphzug geworden, die⸗