Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ächtlich ab, ohne den wuͤthenden Blick zu be⸗ merken, den der Gedemuͤthigte auf ihn ſchleuderte, und gegen Stanislaw gerichtet, ſprach er ſchnell: Was auch Euer Begehr iſt, Herr Biſchof, wollet es an mich richten.

Da begann dieſer laut und im gemeſſenen Tone: Auch rede ich nicht zu dieſem grauen Knechte der Suͤnde, dem eine unabſehbare Reihe von Unthaten bereits das Thor der Gnade verſchloſſen, ſondern zu Dir Juͤng⸗ ling, dem der langmuͤthige Himmel noch eine geraume Zeit zur Buße und zur Beſſerung gewährt. Wirklich iſt das Gute noch nicht völlig todt in Dir; denn Du blickſt abwaͤrts und zur Erden und Dein Auge ſo kuͤhn und trotzig beim Wuͤrgen und Mordbrand, mag den Anblick eines waffenloſen Greiſes nicht ertragen, Deine Stimme, die ſo laut und herriſch das Verderben heranruft uͤber dieſe Landſtriche, mag ſich nicht erheben gegen den, welcher es wohl⸗ gemeint mit Dir von Kindheit auf; das aber iſt die Mahnung des Wäͤchters, welchen der allmächtige Gott uͤber des Menſchen Herz ge⸗ ſetzt, des Gewiſſens Mahnung iſt es. Auf Dei⸗ ne Weiſe willſt Du gluͤcklich werden, ſagſt Du?